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Oliver Schaub informiert: Das kommt 2015 auf Besitzer von Wohnimmobilien zu

 

2015 kommen viele neue Regeln und Kosten auf Besitzer von Wohnimmobilien zu. Oliver Schaub stellt die wichtigsten Neuerungen vor und erläutert, was für Kosten und Pflichten für die Eigentümer damit verbunden sind.

 

Grunderwerbsteuer

Gleich drei Bundesländer haben die Grunderwerbsteuer zum 1.1.2015 erhöht. Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Brandenburg haben die Steuer auf 6,5 % angehoben. Die gute Nachricht: In den gefragten Metropolen Berlin, Hamburg sowie Leipzig bleibt der Steuersatz unverändert bei 6 % (Berlin) bzw. 4,5 % (Hamburg) und in Sachsen sogar bei nur 3,5 % (Leipzig).

 

Förderung für Klimaschutz

Damit die Bundesregierung ihre selbstgesteckten Klimaziele erreicht, hat sie Förderungen für Immobilienbesitzer eingerichtet. Wer eine neue, verbrauchsärmere Heizung einbaut, Dach oder Wände dämmt oder alternative Energieerzeugung installiert, erhält an 2015 mehr direkte Förderung und dann mehr Ausgaben als bisher von der Steuer absetzen: Und zwar zwischen 10 und 25 Prozent über zehn Jahre verteilt. Und wer sich Rat von einem Experten für die Sanierung holt, kann ab März 2015 60 statt bisher 50 Prozent der Kosten vom Staat zurückholen.

 

Dämmung

Hausbesitzer müssen bis Ende 2015 die oberste Geschossdecke über beheizten Räumen oder wahlweise das Dach selber dämmen. Die Dämmpflicht gilt für alle zugänglichen oberen Geschossdecken, unabhängig davon, ob sie begehbar sind oder nicht. Ausgenommen sind Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, die in ihrer Immobilie mindestens seit 1.2.2002 selber wohnen. Wer also ein Haus neu kauft, muss diese Regelung beachten und mit einer Sanierung rechnen. Der neue Eigentümer hat aber zwei Jahre Zeit, die Dämmung anzubringen. Wer untätig bleibt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

 

Heizung

Nach der Energiesparverordnung (EnEV) müssen Eigentümer dafür Sorge tragen, dass bei heizungstechnischen Anlagen bisher ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich in nicht beheizten Räumen befinden, gedämmt werden. Hier droht ebenfalls ein Bußgeld. Die EnEV schreibt zudem vor, dass Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1.1.1985 eingebaut wurden, nicht mehr betrieben werden dürfen. Ausgenommen sind nur Niedrigtemperatur-Heizkessel und Brennwertkessel.

 

Rauchmelder

Rheinland-Pfalz führte als erstes Bundesland die Rauchwarnmelder-Pflicht Ende 2003. Seitdem sind viele Bundesländer gefolgt und die  Anzahl der bei Bränden verstorbenen Personen sank jährlich. Nun haben Baden-Württemberg und Hessen bereits zum Jahreswechsel nachgezogen. Bis Ende 2015 ist der Einbau von Rauchmeldern in Bestandsbauten auch in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Pflicht.

 

Kamine

Auch beim klassischen Kachelofen oder Kamin müssen seit Jahresbeginn die Abgaswerte stimmen: Heizungen, die mit festen Bestandstoffen wie Kohle oder Holz betrieben werden, müssen seit 1.1.2015 außer Betrieb genommen werden, wenn sie die gültigen Grenzwerte für Feinstaub und Kohlenmonoxid nicht einhalten.

 

Schornsteinfeger

Und dies müssen Sie für Ihre Steuerklärung 2014 wissen: Bis einschließlich 2013 konnten die Leistungen eines Schornsteinfegers in voller Höhe als Handwerkerleistung bei der Steuer abgezogen werden. Ab dem Veranlagungszeitraum 2014 wird der Steuerbonus nur noch für Kehr-, Reparatur- und Wartungsarbeiten gewährt. Mess- und Überprüfungsarbeiten sowie Feuerstättenschauen sind nicht mehr begünstigt. Und aus der Rechnung muss klar hervorgehen, welcher Betrag auf die steuerbegünstigten Arbeiten entfällt.